Mittlerweile wurde „das Leben wieder hochgefahren“, Kitas und Schulen arbeiten unter veränderten Bedingungen.

Inzwischen sind in Hamburg die Ferien lange vorbei, die Herbstferien vor der Tür. Die Infektionszahlen steigen (auch durch die Urlauber) wieder an…

Für viele Eltern stellt sich die Frage, ob ein Kind nicht lieber zu Hause bleiben sollte, da es selber eine „chronische Erkrankung“ hat oder im familiären Umfeld gefährdete Personen leben….

Vielleicht hat es ja schon die Infektion unbemerkt durchgemacht…

Viele Fragen… wenige ganz klare wissenschaftliche Daten…

Welche Grunderkrankungen legen Einschränkungen in der Teilnahme am Schulunterricht aufgrund der Corona-Pandemie nahe? Dafür gibt es eine Stellungnahme der „Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin“, verlinkt mit Stellungnahmen verschiedener Fachgesellschaften:

DGKJ: Schulbesuch möglich?

Wann darf ein Kind in die Kita?

Dazu gibt es aufgrund föderalistischer Strukturen leider unterschiedliche Regelungen… das macht es für alle nicht gerade einfach….

In Hamburg gibt es folgende Regelungen für die Kitas:

kindertagesbetreuung

Regelungen im Bereich der Hamburger Schulen

Die Schulbehörde unter Senator Rabe hat leider versäumt, rechtzeitig klare Regeln aufzustellen.

Neben chronischem Lehrermangel sind auch häufig räumliche Bedingungen sehr ungünstig. „Hygienekonzepte“ werden sehr unterschiedlich umgesetzt, auch der Umgang mit „Positiv-Getesteten“, „Kontaktpersonen“ wird sehr unterschiedlich gehandhabt, Schulpersonal und die verantwortlichen Gesundheitsämter sicher auch überfordert.

In vielen Schulen gibt es unterschiedliche Handhabungen bis dahin, Kinder mit Schnupfen vom Unterricht auszuschließen….

Am 24.8. hat die Hamburger Schulbehörde endlich Ablaufpläne veröffentlicht:

Grundschule

Schule-ab-Klasse-5

Mal sehen, wie diese umsetzbar sind ….

WENN SIE AUFGRUND ÖRTLICHER REGELUNGEN IHR KIND BETREUEN MÜSSEN, IST EINE KRANKSCHREIBUNG PER TELEFON (ZUR BETREUUNG EINES ERKRANKTEN KINDES) MÖGLICH!

Rufen Sie in der Praxis an, nach Aktualisierung Ihrer Daten ist die Zusendung eines „Kind-krank-Scheines“ bei Bagatell- Erkrankungen per Post möglich. Diese Regelung gilt bis auf Widerruf.

Hat das Kind eine Infektion durchgemacht, vielleicht ohne es zu merken?

Dazu gibt es eine große Studie am UKE, bei der 6000 Kinder zwischen 0 und <18 Jahren untersucht wurden. Die Teilnahme war für alle Kinder in und um Hamburg (also auch aus den Randgebieten in Niedersachsen) möglich. Im Rahmen dieser Studie erfolgten sowohl ein Corona-Abstrich als auch eventuell eine  Blutuntersuchung. Auch im Krankenhaus Mariahilf war die Teilnahme an dieser Studie bis zum 30.6. möglich, leider ist dies jetzt vorbei….

Zu den Ergebnissen (nach 3000 Getesteten) hier ein NDR-Interview mit der Studienleiterin des UKE (Fr.Prof. Muntau):

ndr-Zwischenergebnisse

Bei >6000 getesteten Kinder hatte 1 Kind einen „positiven“ Rachenabstrich…..  Das bedeutet leider aber nichts ….. die Studie lief und Lockdown- Bedingungen…